Internationale Steuerpolitik & OECD

Internationale Steuerregeln und Abkommen prägen die Rahmenbedingungen fĂĽr grenzĂĽberschreitend tätige Unternehmen. FĂĽr diese Unternehmen sind eine praktikable Umsetzung von internationalen Regeln, die Vermeidung von Doppelbesteuerung und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz zentral. SwissHoldings begleitet die Entwicklungen der internationalen Steuerpolitik und bringt die Perspektive international tätiger Unternehmen in der Schweiz und auf internationaler Ebene ein. 

Kernanliegen

17.09.2026

AIA-Abkommen mit der EU

Das Abkommen über den automatischen Informationsaustausch (AIA) regelt den Austausch von Finanzkontodaten zwischen der Schweiz und der EU und wird an die weiterentwickelten internationalen Standards angepasst. Für international tätige Schweizer Unternehmen ist insbesondere die im Abkommen verankerte Quellensteuerbefreiung zwischen verbundenen Gesellschaften von grosser Bedeutung.

Position von SwissHoldings

  • SwissHoldings unterstĂĽtzt die Ratifikation des Ă„nderungsprotokolls und damit die WeiterfĂĽhrung des AIA-Abkommens mit der EU.
  • Die Quellensteuerbefreiung nach Artikel 9 ist ein wichtiger Standortfaktor fĂĽr international tätige Unternehmen mit Hauptsitz-, Forschungs-, Entwicklungs-, IP- und Finanzierungsfunktionen in der Schweiz. Denn sie ermöglicht, dass bestimmte Zahlungen wie Dividenden, Zinsen oder LizenzgebĂĽhren zwischen verbundenen Unternehmen in der Schweiz und der EU unter den entsprechenden Voraussetzungen ohne Quellensteuer erfolgen können, wodurch zusätzliche Steuerkosten vermieden werden.
  • Der Erhalt des Artikel 9 ist zentral: Ein Wegfall wĂĽrde zu höheren ausländischen Quellensteuern fĂĽhren und die Standortattraktivität sowie die Steuereinnahmen in der Schweiz beeinträchtigen.

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17.09.2026

OECD-Mindeststeuer

Die Einführung der OECD-Mindestbesteuerung veränderte den internationalen Steuerwettbewerb grundlegend. Anfang 2026 wurde auf OECD-Ebene eine grundlegende Weiterentwicklung der OECD-Mindestbesteuerung beschlossen – das sogenannte Side-by-Side-Paket. Vorgesehen sind primär zwei Punkte: Erstens wurde das amerikanische Steuersystem als gleichwertig anerkannt und damit US-Unternehmen weitgehend von der Mindestbesteuerung ausgenommen. Zweitens wurden administrative Vereinfachungen und eine neue Möglichkeit für substanzbasierte Steuergutschriften für Staaten, welche die OECD-Mindestbesteuerung umsetzen, vorgesehen. Für die Schweiz eröffnet das Paket somit neuen Spielraum für OECD-konforme steuerliche Entlastungen bei Lohnkosten und Investitionen.

Position von SwissHoldings

  • SwissHoldings begrĂĽsst administrative Vereinfachungen bei der OECD-Mindestbesteuerung und setzt sich fĂĽr eine möglichst praktikable Umsetzung der internationalen Vorgaben ein.
  • Die neuen OECD-konformen substanzbasierten Steuergutschriften bieten der Schweiz die Möglichkeit, gezielt Unternehmen mit Investitionen, Beschäftigung und realer Wertschöpfung zu entlasten.
  • Bund und Kantone sollen diesen neuen Spielraum rasch nutzen, um die steuerliche Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu stärken und attraktive Bedingungen fĂĽr Investitionen und wertschöpfungsintensive Funktionen zu schaffen.

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17.09.2026

Doppelbesteuerungsabkommen

Doppelbesteuerungsabkommen regeln die Besteuerungsrechte zwischen verschiedenen Staaten und verhindern, dass Unternehmen dasselbe Einkommen mehrfach versteuern müssen. Für international tätige Unternehmen schaffen sie Rechtssicherheit, erleichtern Investitionen und reduzieren steuerliche Risiken bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten. Die Schweiz verfügt über ein dichtes, weltweites Abkommensnetz, das laufend erweitert und modernisiert wird.

Position von SwissHoldings

  • Ein breites und verlässliches DBA-Netz ist ein zentraler Standortvorteil der Schweiz. Es verhindert Doppelbesteuerung und schafft planbare, steuerliche Rahmenbedingungen fĂĽr grenzĂĽberschreitende Investitionen und Tätigkeiten.
  • SwissHoldings unterstĂĽtzt den strategischen Ausbau und die kontinuierliche Modernisierung des Schweizer DBA-Netzes, insbesondere auch mit Wachstumsmärkten, in denen Abkommen Investitionsrisiken reduzieren und den Marktzugang erleichtern.

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