Konzernverantwortung – gibt es schon!

Konzernverantwortung – gibt es schon!

Die neue Ausgabe unseres Infoblatts zur Konzernverantwortung für die Herbstsession ist erschienen. Gemeinsam mit economiesuisse ordnen wir in dieser Publikation die aktuellen regulatorischen Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit in Bern und Brüssel ein.

Im Zentrum steht diesmal die Frage, wie sich der Schweizer Gegenvorschlag im Vergleich mit den jüngsten Entwicklungen in der EU und internationalen Standards einordnet. Unser Anliegen ist es, die öffentliche Diskussion faktenbasiert zu begleiten und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Regulierungsansätzen aufzuzeigen.

Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe:

Der Gegenvorschlag im Vergleich mit dem EU-Recht

Der Bundesrat präsentiert das neue Bundesgesetz über die nachhaltige Unternehmensführung (NUFG) als Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative und als Umsetzung europäischer Vorgaben. Das Infoblatt zeigt auf, dass der Entwurf in mehreren zentralen Punkten über die heutigen EU-Vorgaben hinausgeht. Dazu gehören insbesondere die vorgesehene Spezialhaftung, eine absolute Verjährungsfrist von 20 Jahren, weitreichende Regeln zur Beweisoffenlegung sowie die Anwendung von Schweizer Recht auf Auslandssachverhalte. Gleichzeitig hat die EU ihre Vorgaben mit dem Omnibus I in verschiedenen Bereichen reduziert. Das Infoblatt ordnet diese Unterschiede ein und zeigt auf, wo sich der Schweizer Vorschlag vom aktuellen europäischen Rahmen unterscheidet.

Globale Entwicklung: Transparenz statt neue Haftungsregime

Auch der Blick über die EU hinaus zeigt eine andere Entwicklung: International setzt sich zunehmend die Vereinheitlichung der Nachhaltigkeitsberichterstattung durch. Standards wie IFRS S1 und S2 sowie das GRI-Rahmenwerk zielen auf mehr Transparenz über Nachhaltigkeitsrisiken, ohne diese mit einer besonderen zivilrechtlichen Haftung zu verbinden. Das Infoblatt zeigt damit, dass die internationale Konvergenz vor allem bei der Berichterstattung stattfindet – nicht bei der Schaffung neuer Klagegrundlagen.

Aus der Praxis: Nachhaltigkeit mit messbarer Wirkung bei Georg Fischer

Georg Fischer (GF) verankert Nachhaltigkeit fest in seiner Geschäftsstrategie und verbindet sie mit Innovation, Effizienz und langfristiger Wertschöpfung. Im Interview erläutert Lindsay Zingg, Leiterin Corporate Sustainability, wie Nachhaltigkeit organisatorisch gesteuert und in konkrete Lösungen übersetzt wird. Beispiele reichen von CO₂-neutralen Standorten über effizientere Lösungen für Rechenzentren bis hin zu einem Wasserprojekt in Brasilien, mit dem jährlich rund 130 Millionen Liter Wasser eingespart werden sollen. Für die Weiterentwicklung der Regulierung betont GF insbesondere die Bedeutung klarer, verhältnismässiger, praxisnaher und international anschlussfähiger Anforderungen.  

Hier finden Sie die aktuellste Ausgabe.

Vergangene Ausgaben:

Sommersession 2026

Frühjahrssession 2026

Wintersession 2025

Herbstsession 2025

Sommersession 2025

Frühjahrssession 2025