Newsletter März 2015

Editorial

Christian Stiefel
Direktor
SwissHoldings

Nach dem Ja zur Minder-Initiative und der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative (MEI) steht der Standort Schweiz mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizer Nationalbank vor einer weiteren herkulischen Herausforderung. Die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen hat sich gegenüber ihren internationalen Konkurrenten massiv verschlechtert. Die Unternehmen sehen sich gezwungen, Massnahmen einzuleiten, um auch mit einem starken Franken wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein Teil der Unternehmen hat die Wochenarbeitszeit erhöht oder Kurzarbeit eingeführt. Ein anderer Teil denkt laut über die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland nach oder hat sie schon beschlossen. Die ETH-Konjunkturforschungsstelle erwartet eine Rezession im Sommerhalbjahr. Der Schweiz und der Schweizer Wirtschaft drohen schmerzhafte Konsequenzen, wenn wir jetzt nicht Gegensteuer geben. Das heisst im gegenwärtigen Umfeld ist es absolut zentral, das Möglichste zur Wahrung der für die Unternehmen so wichtigen Planungs- und Rechtssicherheit zu unter-nehmen. Zusätzliche oder neue Verunsicherungen sind zu vermeiden – jedenfalls dort, wo es die Schweiz selber in der Hand hat. Aus diesem Grund plädiert SwissHoldings für einen „konstruktiven Marschhalt“ bei der Aktienrechtsrevision. Und die Schweiz muss alles dafür tun, ein attraktiver Steuerstandort zu bleiben. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre unseres Newsletters!


SwissHoldings ist ein branchenübergreifender Wirtschaftsverband. Wir vertreten die Interessen von 61 international ausgerichteten Industrie- und Dienstleistungskonzernen in der Schweiz (ohne Finanzsektor). Dabei engagieren wir uns insbesondere für optimale Rahmenbedingungen für international tätige Firmen in der Schweiz und im internationalen Umfeld. Unsere Tätigkeitsgebiete umfassen Standortpolitik, Direktinvestitionen, Kapitalmarktfragen, nationales und internationales Steuerrecht sowie Gesellschafts-, Kapitalmarkt- und Wettbewerbsrecht.


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Die Schweiz – Opfer ihres eigenen Erfolges?

Völlig überraschend hat die Nationalbank am 15. Januar 2015 beschlossen, den Mindestkurs zum Euro aufzuheben. Der Franken wertete unmittelbar um 20 Prozent auf. Dies trifft die Schweizer Wirtschaft mit voller Wucht – insbesondere ihre Exporteure, welche massiv an Wettbewerbsfähigkeit einbüssen. Auch andere Länder leiden an ihren starken Währungen. Ein Blick darauf, wie diese versuchen, die negativen Auswirkungen auf ihre Volkwirtschaften zu lindern...

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OECD/G-20 schränken Lizenzbox massiv ein – Schweiz muss sich neue Lösung einfallen lassen: Lizenzbox plus

Der im Februar von den G-20 Finanzministern beschlossene „Modifizierte Nexus-Ansatz“ beschränkt den Anwendungsbereich der Lizenzbox beträchtlich. Will die Schweiz weiterhin ein attraktiver Standort für internationale Industriekonzerne sein, müssen die Lizenzbox der USR III umgehend angepasst und weitere Instrumente bereitgestellt werden...

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Unternehmenssteuerreform III nach dem SNB-Entscheid umso wichtiger

Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank hat die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft deutlich reduziert – und unterstreicht, wie wichtig die Unternehmenssteuerreform III für den Wirtschaftsstandort Schweiz ist. SwissHoldings setzt sich konsequent dafür ein, dass auch der Steuerstandort Schweiz attraktiv bleibt. Der Handlungsspielraum ist voll auszuschöpfen. Die heutige Steuerbelastung soll möglichst gleich bleiben...

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Aktienrechtsrevision: Den gebeutelten Unternehmensstandort
nicht noch zusätzlich verunsichern

Der Bundesrat hat im November 2014 eine neue Aktienrechtsrevision in die Vernehmlassung gegeben. Mit der Vorlage soll zum einen die Verordnung zur Umsetzung der Minder-Initiative (VegüV) in das Aktienrecht überführt werden. Zum anderen enthält die Vorlage Themen aus einer früheren Vorlage und weit gehende neue Bestimmungen. Um den bereits stark geforderten Unternehmensstandort nicht zusätzlich zu belasten, setzt sich SwissHoldings für ein behutsames und umsichtiges Vorgehen ein...

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Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG):
Freiräume zugunsten der Realwirtschaft nutzen

Mit dem Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG) gelangt das erste der beiden grossen Vorhaben zur Regulierung des hiesigen Finanzmarkts in das Parlament. Die Vorlage bezweckt insbesondere, die Finanzmarktinfrastrukturregulierung der EU (EMIR) zu übernehmen und damit, wo nötig, die Äquivalenz zwischen der EU- und Schweizer-Finanzregulierung sicherzustellen. Die Massnahmen sollen die bestehenden Freiräume zugunsten der Realwirtschaft nutzen...

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