Newsletter Juni 2015

Editorial

Christian Stiefel
Direktor
SwissHoldings

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 24. Juni 2015 den Entscheid gefällt, den Umbau der Verrechnungssteuer, das heisst den Übergang zu einer Zahlstellensteuer, zu sistieren. Der Entscheid war voraussehbar, nachdem sich die meisten Banken und economiesuisse dafür ausgesprochen hatten, einen solchen Übergang nur dann mitzutragen, wenn gleichzeitig der automatische Informationsaustausch im Inland partiell eingeführt würde. Dass der Bundesrat dazu vor der Abstimmung über die Matter-Initiative nicht Hand bieten konnte, ist nachvollziehbar. SwissHoldings bedauert, dass der Finanzsektor den von der Expertengruppe Brunetti erarbeiteten Kompromiss nicht mittrug, der die Einführung der Zahlstellensteuer unter Wahrung des Bankgeheimnisses im Inland vorgesehen hätte. Damit wird das Anliegen des Werkplatzes auf die lange Bank geschoben, die Attraktivität der Schweiz für Unternehmensfinanzierungen zu steigern. Viele Unternehmen sind im Zuge internationaler Entwicklungen derzeit daran, ihre Finanzierungs- und Treasury-Aktivitäten zu restrukturieren und zu konsolidieren. Der Übergang zur Zahlstellensteuer hätte geholfen, den Standort Schweiz diesbezüglich wettbewerbsfähiger zu machen. Aus Sicht von SwissHoldings drängt es sich nun auf, zumindest für konzerninterne Finanzierungstätigkeiten wie Cash Pooling die ebenfalls seit Jahren geforderten Verbesserungen vorzunehmen. Dies umso mehr, als dies auf dem Verordnungsweg erfolgen könnte.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre unseres neuen Newsletters!


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