Newsletter September 2011

Editorial

Dr. Peter Baumgartner, Direktor, SwissHoldings

 

Die Zeichen mehren sich, dass die Schweiz härteren Zeiten entgegen geht. Wähnten wir uns noch vor einigen Monaten angesichts der guten konjunkturellen Entwicklung auf einer sicheren Insel in einer von Unsicherheit und Schulden geplagten Welt, so hat sich die Lage inzwischen dramatisch verändert. Das weltweit im Übermass vorhandene Kapital sucht einen sicheren Hafen. Der Schweizer Franken hat sich überaus stark aufgewertet – mit gravierenden Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit des für die Schweiz so wichtigen Exportsektors sowie für den Tourismus. Die Frankenaufwertung ist derzeit das dominierende Thema. Es gibt aber noch andere Herausforderungen, für die die Schweiz möglichst bald Lösungen finden muss. Dazu gehört der anhaltende Druck des Auslandes, und insbesondere der USA, auf das Bankgeheimnis sowie die Forderung der EU nach einer Beseitigung der kantonalen Steuerregimes. Betroffen sind die vier zentralen Wohlstandstreiber unseres Landes: die Exportwirtschaft, der Tourismus, der Finanzplatz sowie der Konzern- und Holdingstandort Schweiz. Wir stehen somit vor gewaltigen Herausforderungen in einem schwierigen internationalen Umfeld. Der Bundesrat und die Nationalbank, aber auch die Politik und die Wirtschaft sind gefordert. Nicht Aktivismus, sondern eine vorausschauende Stärkung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unserem Land tut Not.

Im vorliegenden Newsletter skizzieren wir mögliche Lösungen und zeigen auch auf, was die Schweiz nicht tun sollte. Ich wünsche Ihnen – trotz der derzeit eher düsteren wirtschaftlichen Aussichten – eine anregende Lektüre.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
SwissHoldings ist ein branchenübergreifender Wirtschaftsverband. Wir vertreten die Interessen von 53 international ausgerichteten Industrie- und Dienstleistungskonzernen in der Schweiz (ohne Finanzsektor). Dabei engagieren wir uns insbesondere für optimale Rahmenbedingungen für international tätige Firmen in der Schweiz und im internationalen Umfeld. Unsere Tätigkeitsgebiete umfassen Standortpolitik, Direktinvestitionen, Kapitalmarktfragen, nationales und internationales Steuerrecht sowie Gesellschafts-, Kapitalmarkt- und Wettbewerbsrecht.
 

 
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Die neue EU-Investitionspolitik könnte die gängige Praxis beim Schutz von Direktinvestitionen nachhaltig verändern

Die weltweiten Direktinvestitionsbestände nähern sich wieder dem Vorkrisen-Niveau an. Die Staaten schliessen vermehrt auch wieder Abkommen zum Schutz dieser Investitionen ab. Im Zuge dieser Entwicklung wird grundsätzlich über den Inhalt und die Reichweite solcher Verträge diskutiert. Insbesondere die neue EU-Investitionspolitik dürfte richtungsweisend für die künftige Ausgestaltung des internationalen Investitionsschutzes sein...

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Kapitaleinlageprinzip: Einen neuen Standortvorteil nicht leichtfertig aufgeben

Der Bundesrat liess in der Diskussion um das Kapitaleinlageprinzip anfänglich die Absicht erkennen, die vom Volk gutgeheissenen Steuererleichterungen wieder zu beschränken. Weil zahlreiche Unternehmen unterdessen wegen der Frankenstärke in eine Schieflage zu geraten drohen, verzichtet er vorläufig darauf, einen Gesetzesentwurf vorzulegen. Es ist nun am Parlament, die Vorteile für den Standort zu bewahren...

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Nächste Schritte bei der Unternehmensbesteuerung: Die Schweiz am Scheideweg

Welche Bedeutung die kantonalen Steuerregimes für die Attraktivität unseres Landes im internationalen Standortwettbewerb und für die Steuereinnahmen von Bund und Kantonen haben, ist in der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt und wird auch von der Politik nur zum Teil wahrgenommen. Dies könnte zu einem jähen Erwachen führen, wenn sich der Druck des Auslandes erhöhen sollte. Es ist Zeit, dass unser Land aus eigener Kraft die notwendigen Schritte zur Reform der Unternehmensbesteuerung einleitet...

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Bundesrat stellt die Weichen für die Schaffung eines internationalen Obligationenmarktes in der Schweiz

Beim Vorschlag des Bundesrates zum Schweizer Obligationenmarkt anlässlich der „Too-big-to-fail“-Vorlage gibt es nur Gewinner. Vom geplanten Umbau der Verrechnungssteuer profitieren neben dem Finanzplatz Schweiz auch der Konzernstandort Schweiz, der Fiskus und die gesamte Schweizer Volkwirtschaft...

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Der OECD-Amtshilfestandard in Steuersachen: Wohin geht die Reise?

Die Schweiz hat im Frühling 2009 versprochen, den OECD-Amtshilfestandard in Steuersachen integral zu übernehmen. Sie hat sich auch dafür eingesetzt, dass die Regeln im Rahmen des Global Forums in allen Staaten einheitlich interpretiert und umgesetzt werden. Inzwischen zeigt es sich, dass der Standard interpretationsbedürftig ist und zunehmend verschärft wird. Die Schweiz befindet sich dabei in einer schwierigen Situation...

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Botschaft zur Revision des Börsengesetzes (Börsendelikte und Marktmissbrauch) in einigen Punkten nicht überzeugend

Der Bundesrat hat kürzlich eine Botschaft zur Revision des Börsengesetzes verabschiedet. Ziel ist es marktmissbräuchliches Verhalten besser zu bekämpfen. Insbesondere in Punkten, die mit dieser Zielsetzung nichts zu tun haben, ist die Botschaft aber nicht überzeugend...

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Corporate Governance setzt funktionierenden Informationsfluss voraus

Die angestrebte Stärkung des Stimmrechts der Aktionäre setzt voraus, dass diese die Informationen der Publikumsgesellschaften auch tatsächlich erhalten. EU-weit harmonisierte technische Standards zum Informationsfluss in der grenzüberschreitenden Intermediärskette sollen dies ermöglichen. Auch in der Schweiz sollten diese Standards rasch umgesetzt werden...

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Die internationale Rechnungslegung vor zukunftsweisenden Neuerungen

Die grundlegende Überarbeitung der International Financial Reporting Standards (IFRS) soll demnächst abgeschlossen werden. Danach wird sich zeigen, ob grosse Kapitalmärkte (USA, China, Indien) IFRS als Standard übernehmen werden. Zudem wird das 2011 neu bestellte Leitungsgremium des IASB als erstes grosses Geschäft die künftige strategische Ausrichtung sowie den Arbeitsplan für die Jahre 2012 bis 2015 festlegen...

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Innovationsstandort Schweiz: Steuerliche Förderung von F&E ist entscheidend

 
Eine kürzlich veröffentlichte Studie von der HSG, KPMG und AmCham zeigt auf, dass die Schweiz riskiert, ihre Standortvorteile im internationalen Innovationswettbewerb zu verlieren, sollte sie weiterhin auf die steuerliche Förderung von unternehmerischen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) verzichten.

Wir empfehlen Ihnen den Studie zur Lektüre. Sie ergänzt und bestätigt die Analyse in unserer Headquarterstudie vom November 2009: 

 PDF Download Studie

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