Die Zeichen mehren sich, dass die Schweiz härteren Zeiten entgegen geht. Wähnten wir uns noch vor einigen Monaten angesichts der guten konjunkturellen Entwicklung auf einer sicheren Insel in einer von Unsicherheit und Schulden geplagten Welt, so hat sich die Lage inzwischen dramatisch verändert. Das weltweit im Übermass vorhandene Kapital sucht einen sicheren Hafen. Der Schweizer Franken hat sich überaus stark aufgewertet – mit gravierenden Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit des für die Schweiz so wichtigen Exportsektors sowie für den Tourismus. Die Frankenaufwertung ist derzeit das dominierende Thema. Es gibt aber noch andere Herausforderungen, für die die Schweiz möglichst bald Lösungen finden muss. Dazu gehört der anhaltende Druck des Auslandes, und insbesondere der USA, auf das Bankgeheimnis sowie die Forderung der EU nach einer Beseitigung der kantonalen Steuerregimes. Betroffen sind die vier zentralen Wohlstandstreiber unseres Landes: die Exportwirtschaft, der Tourismus, der Finanzplatz sowie der Konzern- und Holdingstandort Schweiz. Wir stehen somit vor gewaltigen Herausforderungen in einem schwierigen internationalen Umfeld. Der Bundesrat und die Nationalbank, aber auch die Politik und die Wirtschaft sind gefordert. Nicht Aktivismus, sondern eine vorausschauende Stärkung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unserem Land tut Not.
Im vorliegenden Newsletter skizzieren wir mögliche Lösungen und zeigen auch auf, was die Schweiz nicht tun sollte. Ich wünsche Ihnen – trotz der derzeit eher düsteren wirtschaftlichen Aussichten – eine anregende Lektüre.