Newsletter November 2013

Editorial

Christian Stiefel, Direktor, SwissHoldings

Gemäss einer Umfrage unseres Verbandes wären praktisch alle unsere Mitgliedfirmen direkt von der Annahme der 1:12 Initiative betroffen und in Antwort darauf gezwungen, Umstrukturierungen vorzunehmen oder Unternehmensteile ins Ausland zu verlegen. Allein die Tatsache, dass die SwissHoldings-Mitglieder zusammen jährlich über 1 Milliarde Franken an Beiträgen an die AHV und die Arbeitslosenversicherung zahlen, zeigt, was auf dem Spiel steht. Wenn die Unternehmen Betriebsteile und das dazugehörende Personal ins Ausland verlegen müssten, würde dies massive Löcher in die Finanzierung der Sozialwerke reissen. Auch bei den Steuern käme es zu riesigen Ausfällen. Mit der Annahme der 1:12 Initiative würden zudem zentrale Erfolgsfaktoren des Unternehmensstandortes Schweiz in Frage gestellt. Wollen wir das? Will die Schweiz ihre bisherigen Trümpfe tatsächlich einfach so aus der Hand geben? Wird uns nicht tagtäglich anhand von Beispielen umliegender Länder vor Augen geführt, wohin verfehlte Regulierungen führen und wie schwer es danach ist, Korrekturen vorzunehmen, um ein Land wirtschaftlich zu kurieren?


Nicht nur die 1:12 Initiative beschäftigt uns in diesem Newsletter. Sie finden auch sonst interessante Beiträge über aktuelle Entwicklungen in den von uns bearbeiteten Themenbereichen. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

 

 
SwissHoldings ist ein branchenübergreifender Wirtschaftsverband. Wir vertreten die Interessen von 57 international ausgerichteten Industrie- und Dienstleistungskonzernen in der Schweiz (ohne Finanzsektor). Dabei engagieren wir uns insbesondere für optimale Rahmenbedingungen für international tätige Firmen in der Schweiz und im internationalen Umfeld. Unsere Tätigkeitsgebiete umfassen Standortpolitik, Direktinvestitionen, Kapitalmarktfragen, nationales und internationales Steuerrecht sowie Gesellschafts-, Kapitalmarkt- und Wettbewerbsrecht.

 
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Das IFRS-Regelwerk vor wichtigen Weichenstellungen

Die grundlegende Reform des IFRS-Regelwerks, welche das IASB vor Jahren angestossen hat, erreicht die Zielgerade. Die Auswirkung dieser Überarbeitung auf die Finanzberichterstattung der Konzerne ist sehr weitreichend. In der Schweiz sind nicht alle Unternehmen bereit, diese Entwicklung mitzutragen – mit der Konsequenz, dass der lokale Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER als Alternative zu IFRS an Bedeutung gewinnt. Für SwissHoldings ist eine international abgestimmte und kohärente Vorgehensweise in der Rechnungslegung der Konzerne weltweit für die Funktionsfähigkeit der globalen Kapitalmärkte nach wie vor zentral...

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Steueranrechnung – ein international akzeptiertes Instrument zur Standortförderung

Die Anrechnung ausländischer Quellensteuern hilft gezielt volkswirtschaftlich bedeutenden Exportunternehmen und ist international akzeptiert. Die schweizerischen Anrechnungsmöglichkeiten (sog. pauschale Steueranrechnung) sind im internationalen Vergleich mangelhaft und bürden den Unternehmen Doppelbesteuerungen auf. Dies ist im Rahmen der anstehenden Unternehmens-steuerreform III unbedingt zu korrigieren...

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Bei der 1:12 Initiative geht es um’s Eingemachte

Bei der 1:12 Initiative geht es um’s Eingemachte des Erfolgsmodells Schweiz. In Zeiten, wo die wirtschaftlichen Verhältnisse weltweit äusserst volatil sind, wäre es fatal, die bisherigen Erfolgsfaktoren des Unternehmensstandortes Schweiz leichtsinnig aufzugeben. SwissHoldings hofft daher, dass die 1:12 Initiative am 24. November klar abgelehnt wird...

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Das bevorstehende Wettbewerbsbehördenabkommen mit der EU braucht flankierende Verfahrensmassnahmen

Im Parlament wird derzeit über die Ratifizierung eines Bilateralen Abkommens zwischen der Schweiz und der EU beraten, welches die Kooperation der Wettbewerbsbehörden ermöglichen und damit beidseits die Wettbewerbsverfahren vereinfachen und effizienter gestalten soll. Aus Sicht von SwissHoldings müssen im Schweizer Recht dazu flankierende Bestimmungen erlassen werden, die die legitimen Rechtsschutzbedürfnisse der Unternehmen sicherstellen...

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Tagung von SwissHoldings, Mittwoch, 20. November 2013

Kartellverfahren und Kooperationsabkommen Schweiz-EU: Genügt der schweizerische Verfahrensabkommen?

Der Schutz des Wettbewerbs bedarf, nebst angemessener materieller Regelungen, eines effizienten, rechtsstaatlich einwandfreien Verfahrens. Die heute massgeblichen Regeln für das Wettbewerbsverfahren wurden in der Schweiz zu einer Zeit eingeführt, als das Kartellrecht noch keine direkten Sanktionen und keine Kronzeugenregelung kannte. Nächstens soll zudem ein Behördenkooperationsabkommen zwischen der Schweiz und der EU ratifiziert werden. Gleich-zeitig hat sich auch das Wettbewerbsverfahrensrecht in der EU weiterentwickelt. Die Tagung nimmt diese Entwicklungen auf. Unter Mitwirkung von Experten aus Akademie, Verwaltung, Advokatur und von Unternehmen wird erörtert, wie ein zeitgemässes Wettbewerbsverfahren auszugestalten ist, das den Interessen und Bedürfnissen der Akteure in einer mit dem Ausland zunehmend verflochtenen Wirtschaft Rechnung trägt.

Tagungsort:
ConventionPoint (SIX Group Services AG), Zürich
Mittwoch, 20. November 2013

Tagungsunterlagen:

 

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